Ökonomische Analyse von Einkaufsprozessen in Offizin-Apotheken

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Ökonomische Analyse von Einkaufsprozessen in Offizin-Apotheken
Projektleitung Kai Neumann , Prof. Dr. rer. pol.
Kürzel
Projektbeginn 01. Januar 2005
Projektabschluss 31. Dezember 2007
Projektpartner GEHE Pharma Handel GmbH, gesine.net AG
Projektbeteiligte Thomas Wilke , Prof. Dr. rer. oec., Jens Herbort ,, Wolfgang Mähr ,, Susanne Lorra ,
Projektmittel
Mittelgeber Keine finanzielle Förderung an IPAM
Fakultät(en) Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Forschungsschwerpunkte(e)
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Inhalt

Offizin-Apotheken stehen grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung, Arzneimittel einzukaufen: der Bezug über den Großhandel (Großhandelsgeschäft), der Bezug direkt beim Hersteller (Direktgeschäft) sowie in der Mischform das Überweisergeschäft, das den Direktbezug (Verhandlung, Kaufvereinbarung mit Hersteller) mit dem Großhandelsgeschäft (Auslieferung und Fakturierung der Arzneimittel über Großhandel) kombiniert. Während die Preise der unterschiedlichen Bezugsarten Apotheken sehr transparent zur Verfügung stehen, besteht weitgehend Unklarheit über die von den alternativen Einkaufsstrategien verursachten Prozesskosten. Diese Prozesskosten anhand der Analyse von sechs Apotheken zu ermitteln, war Ziel des Projektes.
Projektergebnisse: In den Apotheken konnten sehr stabil deutliche Prozesskostenunterschiede zwischen den unterschiedlichen Einkaufsstrategien festgestellt werden. Währenddessen die mit dem Großhandelseinkauf korrespondierenden Prozesskosten ca. 2 % des Einkaufsvolumens betragen, sind dies beim Überweisergeschäft 4 % und beim Direkteinkauf 7 %. Dieses Resultat hat unmittelbare Implikationen für das Einkaufsverhalten von Apotheken: ein Direktbezug lohnt im Vergleich zum Großhandelsgeschäft nur dann, wenn der zusätzlich erzielte Rabatt mehr als 5 Prozentpunkte beträgt. In Auswertung sind dazu vier Artikel erschienen. Achtung! Beginn und Ende lediglich ungefähre Angaben!