Britta Christina Wolff

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Britta Christina Wolff
Vorname Britta Christina
Name Wolff
Titel Dipl.-Ing.
E-Mail britta.wolff@hs-wismar.de
Fakultät Fakultät Gestaltung
Betreuer Andrea Gaube (Prof. Dipl.-Ing.)
Promotionsthema Naturbaumaterialien im Sauna-Bereich Die Bautradition marokkanischer Kleinst-Dampfbäder im Fokus bauphysikalischer Untersuchung und abendländischer Raum-Wahrnehmung
Kooperative Universität Universität Rostock
Betreuer der Kooperativen Universität Prof. Dr.-Ing. Henning Bombeck und Prof. Dr.-Ing.Ulrich Diederichs
Beginn 01. Oktober 2011
Ende noch unbekannt
Stipendium Landesgraduiertenförderung "Solitäre Fächer"
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Publikationen

Projekte

Abstract des Promotionsvorhabens

Naturbaustoffe im Nassbereich und insbesondere die Kombination von Lehm und Tadelakt (Kalkglanzputz) unter den extremen klimatischen Bedingungen des Dampfbadens stehen im Fokus meiner Forschung. Der Einsatz von Lehm im Heiß- oder Feuchtraum ist erprobt und seine Funktionstüchtigkeit erwiesen, die gleichzeitige Einwirkung beider Klimabedingungen (Lufttemperatur und -feuchte) auf Lehm bzw. mit Kalk beschichteten und somit in seinem Sorptionsvermögen behinderten Lehm, stellt den Forschungsbedarf dar.

Der Einsatz von natürlichen Baustoffen in der boomenden Wellness- und Gesundheitswirtschaft hat sich in den letzten Jahren in Deutschland geradezu sprunghaft erweitert. Tadelakt ist zwar zu einem gewissen Grad hygroskopisch, dennoch aber wasserabweisend und eignet sich deshalb besonders als natürlicher Schutz eines Lehmkörpers vor Durchfeuchtung bei direktem Wasserkontakt. Als traditionell marokkanischer Baustoff ist Tadelakt seit Jahrhunderten im Gebrauch und darf daher neben Lehm als einer der empirisch am besten untersuchten Baustoffe gelten. Um jedoch eine Gewährleistungssicherheit im abendländischen Gebrauch zu ermöglichen, fehlt die deskriptiv-statistische Sicht auf diesen Baustoff und sein Zusammenwirken mit Lehm. Hier setzt meine Arbeit an.

Neben der `Funktionstüchtigkeit´ der Materialkombination, dem bauphysikalischen Aspekt, ist die Wirkung von Kleinst-Räumen auf Physis und Psyche des Menschen ein weiterer Aspekt meiner Forschungsarbeit. Die Raum-Wahrnehmung, die sich in kleinen Räumen wie dem marokkanischen Hamam einstellt, soll untersucht und für Therapie-Ansätze ausgearbeitet werden. Die aktive Steuerung und Variation der unterschiedlichen Sinnes-Reize bzw. personalisierte Anpassung der sensorischen Impulse bildet die Grundlage für die Analyse des Wahrnehmungs-Aspektes.

Die bauphysikalischen Versuchsdurchführungen sind zusammen mit dem Kompetenzzentrum Bau MV geplant (Haus 8)