Diamantähnliche Kohlenstoffschichten für biomedizinische Anwendungen

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Diamantähnliche Kohlenstoffschichten für biomedizinische Anwendungen
Projektleitung Marion Wienecke , Prof. Dr. rer. nat. habil.
Kürzel
Projektbeginn 01. November 2001
Projektabschluss 28. Februar 2003
Projektpartner
Projektbeteiligte Institut für Oberflächen- und Dünnschichttechnik ,
Projektmittel 71000 €
Mittelgeber BM M-V-Projekt  (Team-FH)
Fakultät(en)
Forschungsschwerpunkte(e) Neue Materialien
Hyperlink http://www.hs-wismar.de/ifod

Inhalt

Amorphe diamantähnliche Kohlenstoffschichten (engl. DLC - diamond-like-carbon) sind verschleißfeste und reibarme Beschichtungen, die mit Dünnschichttechniken abgeschieden werden. DLC-Schichten sind darüber hinaus chemisch inert und haben antibakterielle Wirkung. Dies führt insbesondere seit Anfang der 90iger Jahre zu vielfältigen Anwendungen im Bereich der Medizintechnik als biokompatible und antibakterielle Schutzschichten für verschiedene Implantate.

Im Rahmen dieses Projektes haben wir zur Herstellung biokompatibler antibakterieller DLC-Schichten eine neue Technologie, speziell eine Pilotanlage für Plasma aktivierte Gasphasenabscheidung (PECVD – plasma enhanced chemical vapour deposition) aufgebaut. Erste Schichten wurden abgeschieden und Möglichkeiten zur Charakterisierung getestet. Wir kooperierten dabei mit der Firma DOT Dünnschicht- und Oberflächentechnologie GmbH Rostock, die auf dem Gebiet der biokompatiblen Oberflächenveredlung von Implantaten anerkannte Marktpositionen hält. Auf dieser Grundlage haben wir einen Folgeantrag im Rahmen des TEAM-FH-Programmes erarbeitet, der darauf gerichtet ist die Technologie zur Abscheidung von DLC-Schichten für ein relevantes medizinisches Substrat zu optimieren. Außerdem haben wir ein DFG-Projekt vorbereitet, dass auf die Grundlagenforschung zu einem ausgewählten Problem der Biokompabilität zielt.

Darüber hinaus steht mit der aufgebauten Anlage die PECVD-Technologie für verschiedene Entwicklungsvorhaben zur Verfügung. Verwertungsmöglichkeiten dieser Technologie gibt es nicht nur für biomedizinische Anwendungen. CVD-Technologie ist auch von Bedeutung für Verschleißschichten im Maschinenbau und der Elektronik sowie für die Materialforschung auf dem Gebiet der chemischen Sensorik. Mit der Entwicklung dieser Technologie haben wir Voraussetzungen geschaffen, uns weiter als flexible, anwendungsorientierte Forschungseinrichtung des Landes Mecklenburg Vorpommern zu profilieren.