E–Learning–Inhalte: effizient entwickeln und effektiv einsetzen(Buch)

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E–Learning–Inhalte: effizient entwickeln und effektiv einsetzen(Buch)
Herausgeber Thomas Barton, Gerhard Fuchs, Elvira Kuhn, Uwe Lämmel, Christian Müller, Christian Müller
Verlag Verlag News & Media
Erscheinungsort Berlin
Erscheinungsjahr 2009
Seitenzahl 92
ISBN 978-3-936527-20-9
Hyperlink http://www.wi.hs-wismar.de/~laemmel/AKWI/AKWI-Tagungsband2009.pdf


Tagungsband zur AKWI-Fachtagung am 13. bis 15.09.2009 an der Hochschule Wismar:
  • Softwaregestützte Content Entwicklungstechnik – Erstellung von Screencasts und der Einsatz im Praktikum zur Einführung in die Wirtschaftsinformatik, Prof. Dr. Thomas Barton, Fachhochschule Worms
  • Qualitatives E-Learning versus Machbarkeit – Strategien der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Thomas Brosowski und Prof. Dr. Jürgen Cleve, Hochschule Wismar
  • E-Learning – Innovativer Beitrag zur Steigerung der Qualität der Lehre?, Prof. Dr. Elvira Kuhn, Fachhochschule Trier
  • Die Rechtsvorlesung in WI: Neue Möglichkeiten durch E-Learning, Prof. Dr. iur. Tony Möller, Hochschule Wismar
  • Erfahrungen mit Webkonferenzsystemen, Prof. Dr. Christian Müller, Technische Hochschule Wildau (FH)
  • Technologien für effektives IT-gestütztes Lernen, Prof. Dr. Bodo Urban, Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung Rostock

Vorwort der Herausgeber

E-Learning, schon wieder?

Das mag die erste Reaktion auf das Thema des wissenschaftlichen Teils der Jahrestagung 2009 des AKWI sein. E-Learning ist in die Jahre gekommen und steht immer noch am Anfang. Viele Projekte wurden initiiert. Wie viele davon ein Ergebnis erbracht haben, wie viele auch noch Jahre später tatsächlich genutzt werden, ist uns nicht bekannt.

Die Einführung von Google oder Wikipedia hat keine Projekte erforderlich gemacht: Der Nutzen der Systeme ist deutlich und der Einarbeitungsaufwand gering. E-Learning erscheint als das Gegenteil: Ein hoher Aufwand führt zu einem Nutzen, der schwer nachweisbar ist und damit bisher eher im Nebel liegt.

Wo ist das E-Learning-Entwicklungswerkzeug, das so einfach wie ein Wiki- System zu bedienen ist?

Diese technische Frage sowie die Frage nach der Effi zienz stellen sich uns Hochschullehrern immer wieder. Auf der anderen Seite steht die Zielgruppe: die Lernenden an den Hochschulen: die Studierenden. Wen wollen wir erreichen? Welchem Zweck kann E-Learning in einem Vollzeit-Präsenzstudium dienen? Wie viel Prozent der Studierenden lernen durch E-Learning mehr als durch den Besuch traditioneller Lehrveranstaltungen?

Auf diese und viele weitere Fragen wird auch der vorliegende Band keine endgültigen Antworten geben können. Es werden verschiedene Ansätze vorgestellt. Thomas Barton von der Fachhochschule Worms diskutiert die Entwicklung und den Einsatz von Filmen, die die Abläufe auf dem Monitor wiedergeben (Screencasts) als Mittel zur Einarbeitung in eine Software. Das „Vormachen“ wird damit beliebig reproduzierbar, unabhängig von Ort und Zeit. Christian Müller von der Technischen Hochschule Wildau [FH] berichtet über den Einsatz von Webkonferenzen über Ozeane hinweg als besondere Form von Lehrveranstaltungen.

Eine Ansatz mit einer direkten Interaktion zwischen Lernenden und E-Learning- System wird von Tony Möller von der Hochschule Wismar vorgestellt:

das System T@keLaw ist in seiner Struktur besonders auf die Bearbeitung juristischer Aufgaben ausgerichtet.

Mehrere Ansätze werden von Jürgen Cleve und Thomas Brosowski von der Hochschule Wismar als Teil einer Strategie einer Fakultät angesprochen.

Bodo Urban vom Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung Rostock spricht über zwei weitere Ansätze: „Workplace Learning“ integriert Lernund Arbeitsumgebung und „Affective Learning“ bezieht die Emotionen des Lernenden in den Lernprozess ein1.

Elvira Kuhn von der Fachhochschule Trier stellt ebenso einen Ansatz vor, hier unter Nutzung der Plattform WebCT. Im Mittelpunkt de Beitrags steht jedoch eine kritische Sicht auf Aufwand und Nutzen dieser Herangehensweise. Welcher Mehrwert erzielt ein Studierender oder ein Hochschullehrer durch den Einsatz von E-Learning-Komponenten?

Diese Frage wird weiter bestehen bleiben. Die Beiträge zeigen, dass viele Hochschullehrer gewillt und engagiert sind, neue Wege in der Lehre zu gehen. Aufwand und Nutzen müssen dabei jedoch in einem realistischen Verhältnis stehen.

Welche Möglichkeiten der Kooperation gibt es?

Wann können E-Learning Komponenten genauso wie Lehrbücher aus einer Bibliothek ausgeliehen und in einer Lehrveranstaltung genutzt werden?

Vielleicht dürfen die Erwartungen nicht zu hoch gestellt werden.

Wildau und Wismar

Im September 2009