Einflüsse und deren Wirkungen auf das Patientenverhalten, sowie dessen Beeinflussung der Patientenlebensweise, bei der Behandlung von Diabetes im ambulanten Bereich

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Einflüsse und deren Wirkungen auf das Patientenverhalten, sowie dessen Beeinflussung der Patientenlebensweise, bei der Behandlung von Diabetes im ambulanten Bereich
Projektleitung Stefan Tesch , Dipl.-Sozialverwaltungswirt (FH), Thomas Wilke , Prof. Dr. rer. oec.
Kürzel
Projektbeginn 01. März 2009
Projektabschluss 31. August 2012
Projektpartner Institut für Pharmakoökonomie und Arzneimittellogistik (Hochschule Wismar), GesuCon GmbH (Wismar)
Projektbeteiligte
Projektmittel
Mittelgeber Forschungsprojekt ohne finanzielle Beteiligung
Fakultät(en) Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Forschungsschwerpunkte(e)
Hyperlink http://www.wi.hs-wismar.de/~ipam/html_neu/p_po_3.html

Inhalt

Die reale Wirksamkeit zahlreicher Arzneimitteltherapien weicht deutlich von den Potenzialen der Therapien, die in klinischen Studien gezeigt werden, ab. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Non-Adherence (NA) von Patienten. Diese zeigt sich zum Beispiel durch fehlende Einnahme von Medikamenten, den Verzicht auf Arztbesuche/Nachkontrollen und damit auch erneute Verschreibung notwendiger Arzneimittel, den falschen Einnahmerhythmus bei Arzneimitteln (verspätete, zu frühe Einnahme), die falsche Dosierung von Arzneimitteln und/oder die falsche Lebensweise im Krankheitskontext. In existierenden Studien wird in Industrieländern bei chronischen Indikationen von einer NA von ca. 50 % ausgegangen. Ökonomisch ist die Herbeiführung einer hohen Adherence – sowohl verstanden als zuverlässige Arzneimitteleinnahme als auch als „krankheitsadäquate“ Lebensweise – von eminenter Bedeutung: Neue Versorgungsverträge zwischen Krankenkassen und Apotheken/Leistungserbringern bzw. pharmazeutischer Industrie vergüten Leistungserbringer bzw. Produzenten nicht mehr nur für den bereitgestellten „Input“, sondern direkt für die nachzuweisende Verbesserung des Gesundheitsstatus eines Patienten („risk sharing-Verträge“). Krankenkassen sind zudem zunehmend auf die Steuerung von Patientengruppen als „Kernkompetenz“ angewiesen, da insbesondere chronische Erkrankungen in den Fokus neuer morbiditätsorientierter Vergütungssysteme („Morbi-RSA“) werden. Deshalb sind letztlich nahezu sämtliche Beteiligte des Gesundheitsmarktes in Zukunft auf wirksame Instrumente zur positiven Beeinflussung und Kontrolle der Adherence angewiesen.