Entwicklung eines technologisch-biologischen Verfahrens zur wirtschaftlichen Methanisierung (Entsalzung) von Nordsee- und Flusstreibsel mittels Einsatz innovativer semi-aerober und mechanischer Pretreatment-Aufschluss-verfahren.

Aus Kompetenzportal
Wechseln zu: Navigation, Suche
Entwicklung eines technologisch-biologischen Verfahrens zur wirtschaftlichen Methanisierung (Entsalzung) von Nordsee- und Flusstreibsel mittels Einsatz innovativer semi-aerober und mechanischer Pretreatment-Aufschluss-verfahren.
Projektleitung Horst Gerath , Prof. Dr. agr. habil
Kürzel
Projektbeginn 01. Februar 2010
Projektabschluss 01. Oktober 2011
Projektpartner Hanseatische Umwelt CAM Gesellschaft für Naturstoffe und biologische Bodensanierung mbH, Sandhagen; BIONOVA Schindele, Königs- Wusterhausen
Projektbeteiligte
Projektmittel
Mittelgeber AiF (ZIM); (HSW- Verwaltung, 12500407)
Fakultät(en) Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Forschungsschwerpunkte(e)
Hyperlink

Inhalt

Jährlich wird durch wechselnde Wasserstände eine erhebliche Menge Biomasse (ca. 103.000 m³ im Durchschnitt der Jahre) an die Westküsten- und Marschbereiche Schleswig-Holsteins geschwemmt. Es ist das sog. Nordsee- und Flusstreibsel, das bisher energetisch nicht genutzt wurde, aber auf Grund des Deichschutzes aufwendig vom Deich geräumt werden muss. Vor dem Hintergrund eines immer enger werdenden Biomassemarktes und einer kontinuierlich sinkenden Bevölkerungsakzeptanz für das Einbringen von Futtermitteln in Biogasanlagen („Teller & Tank-Diskussion“) sollen zunehmend auch biogene Sekundärrohstoffe als Energieträger generiert werden. Nordsee- und Flusstreibsel sind solche sekundären Rohstoffe, die innovativ genutzt werden müssen. Mit Hilfe einer Kombination von mechanisch-biologischen Aufschlussverfahrenstechnologien (semi-aerobe Vorhydrolyse, Hochdruckdampfexplosionsverfahren, Prallreaktorzerkleinerung) und anschließender Fermentation soll Treibsel vergärbar gemacht und erstmalig als Substratalternative in die Biogastechnologie eingeführt werden. Da es gratis anfällt, ist ein Kostensenkungsfaktor, der zur besseren Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen (BGA) beitragen wird, zu erwarten. Aufbauend auf den Forschungsergebnissen des noch laufenden Forschungsprojektes wird eine geeignete Biogasanlagentechnologie konzipiert, um „Nordsee- und Marschtreibsel“ möglichst zeitnah als alternatives Substrat in die Produktion einzuführen. Forschungsschwerpunkt ist dabei der biologische und thermomechanische Aufschluss des lignocellulosenreichen Materials, welches unter Standardbedingungen im Biogasprozess nicht wirtschaftlich umsetzbar ist. Es wird dabei insbesondere auf den Energiebedarf der untersuchten Aufschlusstechnologie geachtet, um den Eigenenergieverbrauch der Biogasanlage möglichst gering zu halten. Weiterhin werden die Grenzen einer möglichen Inhibierung des Biogasprozesses durch Salz aus dem Nordseetreibsel untersucht und anhand der gewonnenen Ergebnisse Empfehlungen für geeignete Substratmischungen erarbeitet