Integration von Qualitätssicherungsmaßnahmen in Softwareentwicklungsprojekte (Abschlussarbeit)

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Integration von Qualitätssicherungsmaßnahmen in Softwareentwicklungsprojekte (Abschlussarbeit)
Autor Sebastian Meier
Typ Bachelor
Studiengang Wirtschaftsinformatik
Erstbetreuer Joachim Frahm (Prof. Dr. rer. oec. habil.)
Zweitbetreuer Uwe Lämmel (Prof. Dr.-Ing.)
Status der Abschlussarbeit verteidigt
Datum der Verteidigung 2010/08/23
Erscheinungsjahr 2010
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EINFÜHRUNG

Qualitätsmanagement ist ein Begriff der in vielen Branchen verwendet wird. Luftfahrt, Auto-mobilindustrie, Lebensmittelherstellung und Raumfahrt sind nur einige davon. Auch in der Softwareentwicklung spielt Qualitätsmanagement eine zentrale Rolle und rückt von einer nebensächlichen, begleitenden Aufgabe immer mehr in den Mittelpunkt. Doch gibt es auf diesem Gebiet zwischen ihrem Einsatz in verschiedenen Firmen oft große Diskrepan-zen.

Die Gründe dafür sind genauso breit gefächert wie vielschichtig. Die Art des Qualitätsmana-gements hängt von der Komplexität der Software, den finanziellen Mitteln, dem Einsatzort der Software, der Erfahrung der Führungspersonen und vielem mehr ab. Da sich keine Unternehmen in all diesen Punkten ähneln, ist das Qualitätsmanagement sehr individuell.

Auf Grund dieser vielen variablen Einflussfaktoren kann es vorkommen, dass sich die Qualitätsanforderungen eines Unternehmens plötzlich ändern. Neue Qualitätsanforderungen bedeuten Änderungen in den Qualitätsmanagementprozessen und Qualitätssicherungsmaßnahmen. Der Zeitpunkt, an dem diese Situation eintritt, kann beliebig sein. Im Extremfall während der Implementierungsphase des Quellcodes im Softwareentwicklungsprojekt.

Das Unternehmen BFPI - Büro für praktische Informatik GmbH ist ein junges Softwarehaus, das individuelle Softwarelösungen mit einem Schwerpunkt auf datenbankbasierten Informati-onssystemen in Webapplikationen anbietet. Es wird eine Versionsentwicklung betrieben. In der Regel wird alle vier Wochen ein weiteres Release ausgeliefert. Das Softwareprodukt ent-wickelte sich von einer kleinen Webanwendung zu einem komplexen, webbasierten, datenbankgestützten Informationssystem weiter. Die Anforderungen an die Qualität der Software änderten sich nicht, es fiel jedoch immer schwerer diese Anforderungen zu verifizieren. Der Testaufwand wächst mit zunehmender Komplexität der Software an. Was bisher ausreichte um die Funktionalität der Software sicherzustellen, ist in sehr naher Zukunft nicht mehr ausreichend.

Die dargestellte Situation ist kein Einzelfall.

Ein Start-up-Unternehmen verfügt in der Regel über begrenzte Mittel und die Zukunft ist noch ungewiss. Qualitätssicherung verbraucht viele Ressourcen. Eine umfangreiche Quali-tätssicherung lohnt sich oft erst bei langfristig ausgelegten Projekten. Falls sich das Softwareprodukt als erfolgreich herausstellt, rückt die Qualität der Software in den Vordergrund. Um erfolgreich auf dem Markt bestehen zu können, sollten die Qualitätssicherungsmaßnahmen schnellstmöglich ins Unternehmen eingeführt werden. Das Projekt darf zu diesem Zweck nicht gestoppt werden und die Auslieferung der Software sich nicht verzögern.

Anhand des Unternehmens BFPI GmbH wird im Folgenden ein exemplarisches Beispiel ge-liefert, wie eine nachträgliche Einführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen aussehen kann. Die BFPI GmbH möchte ihre Qualitätssicherung um ein automatisiertes Testverfahren erwei-tern.

Es werden die nötigen Abläufe beschrieben, um eine erfolgreiche und reibungslose Einführung zusätzlicher Qualitätssicherungsmaßnahmen in den Projekten eines Unternehmens zu gewährleisten.