MTCAS

Aus Kompetenzportal
Wechseln zu: Navigation, Suche
MTCAS
Projektleitung Michael Baldauf , Associate Professor Dr.-Ing.
Kürzel MTCAS HSW FTS-unterstützte dynamische Risikobewertung und Gefahrenerkennung
Projektbeginn 01. November 2015
Projektabschluss 31. Dezember 2018
Projektpartner Raytheon-Anschütz, OFFiS, DLR Neustrelitz, Signalis Bremen
Projektbeteiligte Michael Gluch , Dr.-Ing., Sandro Fischer , Dipl.-Ing., Gerrit Tuschling , Dipl.-Ing. (FH)
Projektmittel 615695 €
Mittelgeber BMWi PTJ
Fakultät(en) Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Forschungsschwerpunkte(e) Schiffbau und Seeverkehr
Hyperlink http://www.hs-wismar.de/was/studium/fakultaet-fuer-ingenieurwissenschaften/bereich-seefahrt/forschung/institut-issims/aktuelle-projekte/mtcas/

Inhalt

Ziel des Teilvorhabens der Hochschule Wismar im Verbundprojekt MTCAS sind die wissenschaftlich Begleitung und Entwicklung, Implementierung und Test von Algorithmen und Verfahren zur Risikoeinschätzung und Gefahrenerkennung sowie für Alarme und Anzeigen eines neuartigen Unterstützungssystems zur Kollisionsverhütung.

Das Akronym MTCAS steht für "Maritime Traffic Alert and Collision Avoidance System" und vergegenständlicht das angestrebte Gesamtprojektziel, die Entwicklung eines technischen Kollisionsverhütungssystems für die Schifffahrt, ähnlich dem System in der Luftfahrt. Die Namensgebung soll den damit verbundenen Anspruch verdeutlichen.

TCAS/ACAS informiert den Piloten eines Flugzeugs über Ziele mit denen eine Kollisionsgefahr besteht, wenn diese definierte, zeitliche und räumliche Annäherungsgrenzen unterschreiten. Bei zunehmender Annäherung werden mit eskalierendem Kollisionsrisiko Alarme in drei verschiedenen Stufen generiert. Das Teilprojekt der Hochschule Wismar knüpft dazu an seine in den 1990er Jahren begonnenen Untersuchungen an und verfolgt die Entwicklung, die Umsetzung und den Test eines Konzeptes zur Übertragung des TCAS-Ansatzes aus der Luftfahrt auf den maritimen Bereich. Ziel ist die situationsabhängige Einschätzung von Kollisionsrisiken mit dynamisierten, selbstadaptierenden Alarmschwellwerten insbesondere unter Verwendung der FTS-Technologie.

Mit dem TCAS in der Luftfahrt werden dem Piloten nachvollziehbare, an die physikalischen Bedingungen angepasste, weitestgehend verbindliche Vorschläge unterbreitet. Bei Erreichen der höchsten Risikostufe, der sogenannten "Last Line of Defence" wird ein Alarm mit Handlungsanweisung zum Steigen bzw. Sinken generiert, denen der Pilot folgen soll. In der Schifffahrt gibt es andere Kollisionsverhütungssysteme, denen jedoch sowohl die prinzipielle Systematik als auch die in der Luftfahrt obwaltende Verbindlichkeit fehlt.