Medikationsbezogene Adherence und Persistence: Ein relevantes Versorgungsproblem (Artikel)

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Medikationsbezogene Adherence und Persistence: Ein relevantes Versorgungsproblem (Artikel)
Autor Thomas Wilke
In: Market access & health policy
Ausgabe 04/2012
ISBN/ISSN:
Erscheinungsjahr 2012
Jahrgang April 2012
Seitenzahl 18-22
Hyperlink http://www.healthpolicy-online.de/industrie/ein-relevantes-versorgungsproblem
Review

Umfangreiche empirische Studien der letzten Jahre zeigen, dass die Qualität der Mitwirkung von Patienten bei der vom Arzt verordneten/empfohlenen Arzneimittel-therapie (Non-Compliance bzw. zunehmend in der wissenschaftlichen Diskussion Non-Adherence bzw. NA) oder - im Extremfall - die Beendigung der Therapie durch die Patienten trotz gegenläufiger ärztlicher Empfehlung (Non-Persistence bzw. NP) hochrelevante Versorgungsprobleme darstellen und teilweise selbst als „weitver-breitete Krankheit“ bezeichnet werden. Valide empirische Informationen liegen insbesondere zum Ausmaß von NA und NP in der Arzneimitteltherapie chronischer Indikationen vor: In internationalen Studien erreicht die NA/NP von chronischen Patienten mit Dauermedikation Quoten von 30 bis 50 Prozent, so dass dement-sprechend nahezu die Hälfte der Patienten nicht bzw. nicht hinreichend den Therapieempfehlungen von Ärzten folgt.