Radfahren in Parkanlagen

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Radfahren in Parkanlagen
Projektleitung Udo Onnen-Weber , Prof. Dipl.-Ing.
Kürzel
Projektbeginn 01. Oktober 2009
Projektabschluss 30. September 2011
Projektpartner Team-Red
Projektbeteiligte
Projektmittel 98000 €
Mittelgeber BMVBS
Fakultät(en) Fakultät Gestaltung
Forschungsschwerpunkte(e) Bauen und Planen
Hyperlink

Inhalt

Das Projekt „Radfahren in Parks“ zielt auf die stärkere Integration von Radverkehr in denkmalgeschützten Parkanlagen. Aus der Mitbenutzung öffentlicher Grünanlagen durch den Radverkehr ergeben sich besondere Anforderungen an den Umfang und die Funktionalität geeigneter Infrastruktur. Das Projekt „Radfahren in Parks“ zielt auf die stärkere Integration von Radverkehr in denkmalgeschützten Parkanlagen. Aus der Mitbenutzung öffentlicher Grünanlagen durch den Radverkehr ergeben sich besondere Anforderungen an den Umfang und die Funktionalität geeigneter Infrastruktur. Diese Notwendigkeiten werden oft als problematisch gegenüber jenen Ziel¬setzungen empfunden, welche sich aus dem gesellschaftlichen Erhaltungsauftrag für denkmalgeschützte Gartenanlagen ergeben. Radfahren ist meistens nur ausnahmsweise zulässig, weil denkmalpflegerische Aspekte, erhöhte Unterhaltungskosten oder Konflikte mit dem Fußgängerverkehr dem teilweise entgegenstehen. Wege in denkmalgeschützten Parkanlagen sind jedoch in vielen Fällen Verbindungselemente in städtischen Radverkehrsnetzen und ihre Freigabe wichtig für die Radverkehrsförderung in den Kommunen. Im hier angeregten Projekt sollen die Konfliktbereiche zwischen Radverkehr und Denkmalpflege näher untersucht werden. Ziel ist dabei, auf Grundlage einer Untersuchung der aktuellen Regelungen und aus der Analyse tatsächlicher Praxis in Parkanlagen sowie Workshops mit den zuständigen Verwaltungen eine sachorientierte Einschätzung der aktuellen Situation darzustellen, verallgemei-nerungsfähige Aussagen abzuleiten und Empfehlungen für Regelungen zum Radfahren in Parks zu erarbeiten. Diese sollen differenziert auf Breite und Qualität der Wege, Aufkommen von Fuß- und Radverkehr und Aspekte des Denkmalschutzes eingehen und den Akteuren vor Ort eine Orientierungsrahmen für die Handhabung des Radfahrens bieten. Mecklenburg-Vorpommern verfügt über viele denkmalgeschützte Parkanlagen in unterschiedlicher Form vom Landschaftspark bis zur innerstädtischen Wallanlage, Stadtpark oder ehemaligen Friedhof. Deren Wegenetz ist von Bedeutung für den alltäglichen und den touristischen Radverkehr. Das Land bietet sich daher als Standort für eine Grundlagenuntersuchung an. Zusätzliche Referenzstädte aus anderen Bundesländern sollen einbezogen werden. Über einen Kooperationsvertrag wird die Landeshauptstadt Magdeburg in das Projekt einbezogen. Magdeburg verstand sich Ende der 1920er Jahre als "die Stadt der Radfahrer in Deutschland" und hat dem auch in den öffentlichen Grünanlagen Rechnung getragen. Die Integration von Radwegen zum Zwecke der Erholungs-nutzung war um 1900 für die größten Parkanlagen der Stadt ein gestaltungs-prägendes Element. In jüngerer Zeit wurden verschiedene Maßnahmen zur Reaktivierung und Optimierung ent¬sprechender Infrastruktur zur Förderung des Radverkehrs eingeleitet. Neben Projekten von vorrangig örtlicher/regionaler Relevanz ist die Einbindung Magdeburgs in verschiedene überregionale Routen und Netzwerke hervorzuheben, darunter das touristisch-denkmalpflegerische Landesprojekt "Gartenträume – Historische Parks und Gärten in Sachsen-Anhalt" sowie der Elberadweg.