Wassergewinnung — Vorlaufforschung zur Anbahnung eines Forschungs-Kooperationsprojektes

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Wassergewinnung — Vorlaufforschung zur Anbahnung eines Forschungs-Kooperationsprojektes
Projektleitung Harald Hansmann , Prof. Dr.-Ing.
Kürzel Wassergewinnung
Projektbeginn 01. Oktober 2016
Projektabschluss 30. April 2018
Projektpartner
Projektbeteiligte Institut für Oberflächen- und Dünnschichttechnik ,
Projektmittel 65200 €
Mittelgeber Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V
Fakultät(en) Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Forschungsschwerpunkte(e) Produktentwicklung, Neue Materialien
Hyperlink http://ipt-wismar.de/website/media/458MI04916_161028_Forschung_Namibia_Hansmann.pdf, http://ipt-wismar.de/website/media/461Pressemitteilung%20HSW%20Wassergewinnung_final.pdf, http://www.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Wismar/Wismarer-helfen-bei-Wassergewinnung-in-Wueste, http://ipt-wismar.de/website/media/466Pressemitteilung%20HSW%20Wassergewinnung%2003.17.pdf

Inhalt

Zwischen der Hochschule Wismar und der Namibia University of Science and Technology (NUST) wurden Anfang Oktober 2016 in Windhoek die Weichen für erste gemeinsame Forschungsprojekte gestellt. Es erfolgten konkrete Planungen zum Aufbau zweier Demonstrationsanlagen zur Trinkwassergewinnung in Namibia. Teile der Anlagen werden in kleinem Maßstab durch die Forschergruppe um Prof. Hansmann entwickelt und nach Windhoek versandt. Der weitere Ausbau sowie die Installation, der Betrieb und die wissenschaftliche Untersuchung der Betriebseigenschaften dieser Anlagen wird durch NUST realisiert.

Eine der beiden zu errichtenden Anlagen erzeugt über die Verdampfung und anschließende Kondensation Trinkwasser aus Salzwasser, das dem Atlantik entnommen wird. Der Energieeintrag zur Verdampfung erfolgt ausschließlich über Sonneneinstrahlung. Pumpen für den Wassertransport werden ebenfalls ausschließlich durch Sonneneinstrahlung mittels Photovoltaikanlagen betrieben. Eine Anbindung an ein Stromnetz ist somit nicht erforderlich. Die zweite Anlage erzeugt Trinkwasser durch Ansaugen von Wasser aus feuchten Böden in einer Tiefe von nur wenigen Metern unter der Erdoberfläche. Dies stellt eine Alternative zum Brunnenbau dar, der in Namibia Bohrlöcher mit einer Tiefe von 100 bis zu 300 Metern erfordert. Auch bei dieser Anlage wird ausschließlich Sonnenenergie zum Betrieb genutzt. Solche Anlagen sollen an Orten der namibischen Wüste eingesetzt werden, die einerseits in großer Entfernung von anderen Trinkwasserquellen liegen und andererseits unterirdische Feuchtigkeit aufweisen, die an einer leichten oberflächlichen Vegetation der Wüste erkennbar sind. Da Namibia durchschnittlich eine sehr hohe Energiedichte der Sonneneinstrahlung aufweist, lassen sich solche sonnenlichtbetriebenen Anlagen theoretisch sehr effektiv betreiben. Der Betrieb und die Analyse der Betriebseigenschaften der Demonstrationslagen sollen dies belegen.