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(Abstract der Dissertation)
(Multisensorische Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden. Strategien zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Dissertation(2011))
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Dem Denkmodell der UN-Behindertenrechtskonvention muss Zugang in die Architektur verschafft werden. Barrierefreies Planen und Bauen betrifft uns alle in unterschiedlichen Lebenssituationen und berücksichtigt die Erfordernisse des Demografischen Wandels. In der baufachlichen Wahrnehmung ist zwar eine Grundtendenz zur Barrierefreiheit vorhanden, offensichtlich gibt es jedoch nur wenige aktuelle und systematische Untersuchungen und keine verwendbaren Überprüfungsmechanismen zum Stand der Umsetzung der Barrierefreiheit im Bereich Bauen und Wohnen. Vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention setzt die Forschungsarbeit im Zeitraum 2008-2011 an. Methodische Untersuchungen zum Stand der Umsetzung des Artikels 9 der UN-Behindertenrechtskonvention gibt es in Deutschland noch nicht. Untersucht wurden Gebäude mit öffentlichen Nutzungen, denn sie haben Vorbildfunktion und ihre Gestaltung steht daher im be-sonderen öffentlichen Interesse.
 
Dem Denkmodell der UN-Behindertenrechtskonvention muss Zugang in die Architektur verschafft werden. Barrierefreies Planen und Bauen betrifft uns alle in unterschiedlichen Lebenssituationen und berücksichtigt die Erfordernisse des Demografischen Wandels. In der baufachlichen Wahrnehmung ist zwar eine Grundtendenz zur Barrierefreiheit vorhanden, offensichtlich gibt es jedoch nur wenige aktuelle und systematische Untersuchungen und keine verwendbaren Überprüfungsmechanismen zum Stand der Umsetzung der Barrierefreiheit im Bereich Bauen und Wohnen. Vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention setzt die Forschungsarbeit im Zeitraum 2008-2011 an. Methodische Untersuchungen zum Stand der Umsetzung des Artikels 9 der UN-Behindertenrechtskonvention gibt es in Deutschland noch nicht. Untersucht wurden Gebäude mit öffentlichen Nutzungen, denn sie haben Vorbildfunktion und ihre Gestaltung steht daher im be-sonderen öffentlichen Interesse.

Version vom 10. Mai 2012, 12:06 Uhr

Antje Bernier
Vorname Antje
Name Bernier
Titel Dr.-Ing.
Einrichtung Fakultät Gestaltung
Status wissenschaftlich
Fach-/Lehrgebiet BA MA Architektur (FG) und MA Facility Management (FIW)
Telefon 7185
E-Mail antje.bernier@hs-wismar.de
Homepage o
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Publikationen

PublikationenJahr
Multisensorische Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden II2014
Diagnose – nicht barrierefrei2014
Na altes Haus? Stadt und Umland im Wandel (WDP)2014
Na, altes Haus? - 2014. Stadt und Umland im Wandel. Planungs- und Entwicklungsintrumente mit demografischer Chance. Konferenz der Hochschule Wismar am 14. Okt. 2013 in Schwerin2014
Überblick zur baurechtlichen Verankerung der Norm DIN 18040 Teil 1 für barrierefreies Bauen in M-V2014
Multisensorische Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden2014
Umsetzung der Barrierefreiheit in M/V, Einblicke in ein junges Fachthema2013
Landesbaupreis für ALLE? 1. Fortsetzung – Analyse der Barrierefreiheit von Objekten des Landesbaupreises Mecklenburg-Vorpommern 2010/20122013
Barrierefrei wohnen - ein Privileg für alle2013
Beteiligung beim barrierefreien Planen durch Nutzerorientierung in Forschung und Lehre2013
… weitere Ergebnisse


Projekte

Konferenzen

 BeginnEndeBeitrag als
Na altes Haus? Stadt und Umland im Wandel24 Oktober 2013Konzept
Nachhaltig Bauen heißt Barrierefrei Bauen25 Oktober 2012Konzept




Weitere Angaben

Ausbildung

Dr.-Ing. Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen Dipl.-Ing. (FH) Architektur

Aufgaben an der Hochschule Wismar

Leiterin der Graduate School der Hochschule Wismar LBA Fakultät Gestaltung (BA Architektur_Denkmalpflege und Sanierung)(BA und MA Architektur_WPM Barrierefreiheit in der Sanierung) LBA Fakultät Ingenieurwissenschaften (MA Facility Management_Gebäudeentwurf und Konstruktion)

Publikationen

Publikation Jahr
Multisensorische Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden II 2014 sort=descent
Diagnose – nicht barrierefrei 2014 sort=descent
Na altes Haus? Stadt und Umland im Wandel (WDP) 2014 sort=descent
Na, altes Haus? - 2014. Stadt und Umland im Wandel. Planungs- und Entwicklungsintrumente mit demografischer Chance. Konferenz der Hochschule Wismar am 14. Okt. 2013 in Schwerin 2014 sort=descent
Überblick zur baurechtlichen Verankerung der Norm DIN 18040 Teil 1 für barrierefreies Bauen in M-V 2014 sort=descent
Multisensorische Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden 2014 sort=descent
Umsetzung der Barrierefreiheit in M/V, Einblicke in ein junges Fachthema 2013 sort=descent
Landesbaupreis für ALLE? 1. Fortsetzung – Analyse der Barrierefreiheit von Objekten des Landesbaupreises Mecklenburg-Vorpommern 2010/2012 2013 sort=descent
Barrierefrei wohnen - ein Privileg für alle 2013 sort=descent
Beteiligung beim barrierefreien Planen durch Nutzerorientierung in Forschung und Lehre 2013 sort=descent
Barrierefreiheit 2.0 Fakten zur Umsetzung der inklusiven Hochschule 2012 sort=descent
Wohnst Du noch? Oder lebst du schon barrierefrei? 2012 sort=descent
Anhörung Studium mit Behinderung Zur Umsetzung der inklusiven Hochschule in Sachsen 2012 sort=descent
Multisensorische Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden - Strategien zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention 2011 sort=descent
Campus für ALLE? – Analyse der multisensorischen Barrierefreiheit von staatlichen Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern (WDP) 2010 sort=descent
Landesbaupreis für ALLE? – Analyse der Barrierefreiheit von prämierten Objekten des Landesbaupreises Mecklenburg-Vorpommern 2008 (WDP) 2009 sort=descent
Öffentliche Gebäude für ALLE? – Analyse der multisensorischen Barrierefreiheit von Objekten in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig Holstein und Hamburg (WDP) 2009 sort=descent
Blind Date mit Architektur – Zugang für alle geplant. Protokoll einer Konferenz in der Hochschule Wismar am 17. Mai 2006 (WDP) 2008 sort=descent

Multisensorische Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden. Strategien zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Dissertation (2011)

Dem Denkmodell der UN-Behindertenrechtskonvention muss Zugang in die Architektur verschafft werden. Barrierefreies Planen und Bauen betrifft uns alle in unterschiedlichen Lebenssituationen und berücksichtigt die Erfordernisse des Demografischen Wandels. In der baufachlichen Wahrnehmung ist zwar eine Grundtendenz zur Barrierefreiheit vorhanden, offensichtlich gibt es jedoch nur wenige aktuelle und systematische Untersuchungen und keine verwendbaren Überprüfungsmechanismen zum Stand der Umsetzung der Barrierefreiheit im Bereich Bauen und Wohnen. Vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention setzt die Forschungsarbeit im Zeitraum 2008-2011 an. Methodische Untersuchungen zum Stand der Umsetzung des Artikels 9 der UN-Behindertenrechtskonvention gibt es in Deutschland noch nicht. Untersucht wurden Gebäude mit öffentlichen Nutzungen, denn sie haben Vorbildfunktion und ihre Gestaltung steht daher im be-sonderen öffentlichen Interesse. Stichprobenartige Untersuchungen und ergänzende Interviews geben in harten und weichen Fak-toren Aufschluss über systematische Störungen der Grundtendenz zur Barrierefreiheit. Mit der Checkliste können nicht nur die Defizite eines bestehenden Gebäudes heraus gearbeitet, sondern systematisch Maßnahmen zur Beseitigung und eine Prioritätenliste abgeleitet werden. Nutzbar ist die Checkliste in der Planungsphase auch als Prüfkatalog. Durch vier Untersuchungsreihen zwischen 2007 und 2010 wurde für öffentliche Gebäude nachge-wiesen, dass die barrierefreie Grundtendenz systematisch gestört wird. Strategisch entscheidend für eine erfolgreiche Kommunikation von Defiziten und Maßnahmen zur Umsetzung der Barrierefreiheit ist nach den Erfahrungen aus der Untersuchung der Schutz der objekt- und personenbezogenen Daten. Für die Veröffentlichung der Ergebnisse wurden konsequent alle personen-, behörden- und bürobezogenen Daten der Objekte anonymisiert. Durch den Vergleich wurde heraus gearbeitet, dass die Probleme in allen Fällen ähnlich gelagert sind. Es handelt sich bei den festgestellten Defiziten offensichtlich nicht um Einzelfälle, sondern um Wiederholungen und damit um prinzipielle Abweichungen vom Sollzustand. Die Umsetzung der Barrierefreiheit weist viele Defizite auf und es konnte herausgearbeitet werden, dass die Anforde-rungen durch Wahrnehmungseinschränkungen weniger erfüllt werden, als die von motorischen Einschränkungen. Gezeigt wurde, dass die Anforderungen an die Barrierefreiheit bei neueren Ge-bäuden für die Erfordernisse der Gruppe der motorisch eingeschränkten Menschen, wie Rollstuhl-fahrer und Gehbehinderte, zwar nirgends vollständig, aber zu großen Teilen erfüllt wurden. Die Erfordernisse der blinden und sehbehinderten sowie der gehörlosen und hörgeschädigten Men-schen wurden weniger gut erfüllt. Maßnahmen für Menschen mit motorischen Einschränkungen werden insbesondere für Gehbehinderungen nicht grundsätzlich umgesetzt. Bei älteren Gebäuden ist diese Bilanz deutlich schlechter, aber mit ähnlichen Verhältnissen ausgefallen. Die nachhaltige Umsetzung von Barrierefreiheit beim Planen und Bauen erfordert eine Bewusst-seinsänderung im gesamten Gesetzgebungs-, Lehr-, Planungs- und Bauprozess, die mit dieser Arbeit unterstützt werden soll.